Nina Döllerer
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Kapitel 1

   Nachfolgend werden sie Zeuge eines imaginären Gespräches zwischen Schriftsteller (nachfolgend als Ich bezeichnet) und Protagonist (Nareth).
    
Ich: Nareth kommst du mal, bitte?
Nareth: Was ist?!
    Ich lehne mich zurück und gebe den Blick auf den Bildschirm frei.
Ich: Wir haben eine neue Rezension gekriegt!
Nareth (genervt): Was willst du?
Ich: Naja, ich dachte wir könnten am zweiten Teil weitermachen?
Nareth: Dachtest du.
    Ich werde nervös. Gute Laune hat er jedenfalls nicht.
Ich: Meinst du nicht es wird Zeit?
Nareth: Zeit wofür? Für weitere Auseinandersetzungen und Krieg. Ich hab es satt und das weißt du.
Ich: Wir sind so weit gekommen...
Nareth: Wir?! Was hast du denn getan?! Ich war es, der das Schwert führen musste. Du hast nur dagesessen und alles aufgeschrieben. Lass mich in Frieden.
Ich: Du kannst doch nicht einfach aufhören!
Nareth: Warum nicht?
Ich: Weil es noch etwas zu tun gibt und das weißt du auch!
Nareth: Es gibt immer etwas zu tun. Sollen andere sich darum kümmern.
Ich: Andere wissen nicht was du weißt. Wenn du nichts tust, beginnt alles von vorn!   
Nareth: Bei den Sternen, kannst du mir, nach allem was war, nicht ein paar Wochen Ruhe gönnen! 
    Ich hasse es wenn er mir ein schlechtes Gewissen macht. Aber dieses Spiel beherrsche ich auch!
Ich: Du bist einer der Wenigen, der den Willen hat diesen Weg zu beschreiten und wahrscheinlich der Einzige, der ihn bis zum Ende gehen kann. Das kannst du nicht ignorieren!   
Nareth: Werd’ nicht dramatisch. Das steht dir nicht.
Ich (mit hoffnungsvollem Blick): Funktioniert es?
Nareth (fluchend): Nein!
Ich (grinsend): Oh doch, das tut es.
Nareth: Tut es nicht!
Ich: Lass es uns wenigstens versuchen, ja? Ich hab Urlaub. Eine bessere Chance gibt es nicht. Wenn wir erst angefangen haben wird es besser! Du weißt, dass ich Recht habe.
Nareth: Verdammt, Frau. Gibst du niemals Ruhe?!
Ich: Das war eine rethorische Frage oder?
   Er verdreht tatsächlich die Augen. Innerlich freue ich mich über die gewonnene Auseinandersetzung. Normalerweise ist er der Überzeugendere von uns.
Nareth: Na schön. Aber ich schwöre dir, wenn du noch einmal das Wort »Wir« benutzt verschwinde ich wieder! Das ist meine Geschichte! Du schreibst nur!
   Das tat zwar weh, aber immerhin hat er wieder diesen entschlossenen Ausdruck im Gesicht, also nickte ich und schleppe mich vor den Rechner. Was tut man nicht alles für einen Mann wie diesen. Er hat Recht. Es ist seine Geschichte und wäre es nicht eine so große Ehre, sie aufschreiben zu dürfen, würde ich es einfach lassen...