Zugegeben ich schreibe ungern über mich selbst. Aber seit ich meinen ersten Protagonisten auf die Welt losgelassen habe, kommen immer wieder Leute und fragen mich: Wer bist du? Gute Frage eigentlich. Ich werde versuchen mich keinen philosophischen Ergüssen hinzugeben und bei den Fakten zu bleiben.

Mein Name ist Nina Döllerer. Derzeit lebe ich etwa 30 km von meinem Geburtsort Schwäbisch Hall entfernt im schönen Ostalbkreis. Man könnte bedenkenlos behaupten, dass ich ein Landei bin. Durch und durch.
   Als Kind war kein Baum zu hoch, kein Wetter zu schlecht und kein Bachlauf zu weit, um ihn nicht zu überspringen. Mit meinen unverbesserlichen Freunden streifte ich durch die Wälder, baute mit ihnen geheime Verstecke im Wald, spielte Detektiv und verfolgte ahnungslose Passanten, die wir in unserem Übermut als "verdächtig" einstuften.
   Man könnte meinen, dies sei die Beschreibung einer ganz normalen Kindheit. Ist es auch. Aber im Vergleich zu den Anderen, wollte sich meine Fantasie den rationalen Anforderungen des Erwachsenwerdens nicht beugen, und so tobt sie noch immer in meinem Inneren und bringt mich dazu, das, was sich in meinem Kopf zusammenbraut, auf Papier zu bringen.
   Zugegeben wenn ich könnte, würde ich vermutlich immer noch mit selbst gebastelter Detektivausrüstung durch die Gassen schleichen und durch fremde Gärten klettern, aber da ich mittlerweile die 21 - Jahresmarke überschritten habe, würde ich mit dem Gesetz in Konflikt treten. Also halte ich die Füße still. Meine Holzschwerter, mein Fingerabdruckpulver und den Indianerkopfschmuck habe ich griffbereit in einem Schrank verstaut und sitze nun vor der Tastatur, damit ich bloß die Finger davon lasse. Ein bisschen verrückt, was? Tja, so sind wir Schreiberlinge.  
   Hauptberuflich begann ich nach dem Abitur eine Ausbildung zur "Gärtnerin Fachrichtung Baumschule". Das viele Grün bietet mir den idealen Ausgleich für die Arbeit am Computer, die das Schreiben mit sich bringt. Wenn mir der Bildschirm zu viel wird, zeichne ich, lese oder fahre Rad, aber um ehrlich zu sein bleibt dafür zwischen Beruf und Schreiberei recht wenig Zeit.
   Ich hoffe ich konnte Euch einen kleinen Einblick geben, wenn Ihr mehr wissen wollt, schreibt mir ruhig. Vor Worten scheue ich mich nicht!